„Ich bin zumindest nach so vielen Jahren in diesem Bereich immer noch sehr glücklich darüber, Kinder auf ihrem Weg ein Stück begleiten zu dürfen. „

Mein Name ist René Juhl und ich habe mit meiner Freundin zusammen zwei Kinder. Seit 2006 bin ich mit meiner kleinen Kinderbegegnungsstätte „Leonardino“ im Dresdner Hechtviertel selbstständig. Die Idee in der Kinderbetreuung tätig zu werden, entstand kurz vor meinem Studiumabschluss zum Dipl.-Ing. für Landespflege. Aus den Inhalten des Studiums heraus kam bei mir der Gedanke, Kindern das Thema Umwelterziehung näher zu bringen. Das Fundament jedoch dafür, warum ich gerne mit Kindern zusammen bin, wurde wahrscheinlich schon in meiner Kindheit gelegt, da ich in einer Großfamilie mit weiteren drei Brüdern aufwuchs und schon früh bei der Betreuung meiner jüngeren Geschwister integriert wurde. Außerdem besuchte ich während meiner Schulzeit sehr oft meine Mutter, die in einem Kindergarten als Köchin und pädagogische Hilfskraft tätig war. Bereits zu diesem Zeitpunkt merkte ich, dass mir der Umgang mit den Kindern sehr viel Freude bereitet.

Nachdem meine Entscheidung feststand und ich von Seiten das Amtes grünes Licht bekam, meinen Traum von einer eigenen kleinen Kindereinrichtung für die Begleitung von 2,5-Jährigen bis zum Schuleintritt zu verwirklichen, sammelte ich zuerst einmal auf dem Gebiet der Kindertagespflege (zu der auch mein kleiner „Mini-Kindergarten“ zählt) bzw. der Kinderbetreuung erste berufliche Erfahrungen. So arbeitete ich unter anderen für einen Kollegen als Tagespflegevertretungsperson und absolvierte parallel dazu über ein Jahr lang ein Praktikum im Kindergarten „Neustädter Entdeckerhaus“ auf der Johann – Meyer – Str., durch welches im Nachhinein eine Kooperation entstand. Beide Tätigkeitsfelder bereiteten mir nicht nur große Freude sondern verstärkten meinen Wunsch nach einer eigenen, kleinen Kindertageseinrichtung. Im September 2006 war es dann endlich soweit. Ich begann meinen Traum Wirklichkeit werden zu lassen bzw. meiner Berufung nachzugehen.

Bereits vor aber auch während meiner Tätigkeit erwarb ich neben praktischen Erfahrungen zahlreiche Qualifizierungen in Bereichen der Pädagogik, die mir bei meiner täglichen Arbeit mit den Kindern zugute kommen. Das angeeignete Wissen aus meinem 1. Studium in der Landespflege hilft mir u.a. dabei, die Kinder überhaupt erst einmal für die Natur bzw. ihre Umwelt zu sensibilisieren. Deshalb war es für mich auch ganz klar, dass ich mein eigenes Interesse bzw. meine Lust für die Natur durch eine Zusatzausbildung zum Natur- und Walderzieher ebenso den Kinder das Thema besser näher bringen kann. Zusätzlich habe ich das Curriculum in der Kindertagespflege und das Curriculum zur Umsetzung des Sächsischen Bildungsplanes absolviert sowie u.a. vertiefte Fortbildungen zu Beobachtungen & Dokumentationen, Entwicklungsgesprächen oder Schuleingangsphasen besucht. Ein großer Meilenstein während meiner diversen Qualifizierungen im Kindheitsbereich war sicherlich das berufsbegleitende Studium zum Früh- und Kindheitspädagogen, dass ich 2018 erfolgreich beenden konnte.

Sich fortzubilden, ein gutes Konzept zu entwickeln, ansprechende Materialien den Kindern zur Verfügung zu stellen, sind sicherlich wichtige Bausteine bei der Arbeit mit den Kindern. Dennoch sind alle Abschlüsse und die tollste Einrichtung nicht viel wert, wenn man nicht mit Herzblut und viel Energie bei der Sache ist. Als Pädagogen sind wir neben den Eltern für die Kinder einer der wichtigsten Bezugspersonen. Wir müssen uns dessen Bedeutung immer wieder vor Auge halten, denn Kinder entwickeln sich da am besten, wo sie sich wohlfühlen. Ich bin zumindest nach so vielen Jahren in diesem Bereich immer noch sehr glücklich darüber, Kinder auf ihrem Weg ein Stück begleiten zu dürfen. Ihre unbändige Freude, ihre Begeisterungsfähigkeit, ihre Offenheit, ihre Neugierde und ihre Entdeckerlust an der Welt, lässt in mir das eigene innere Kind jedes Mal aufs Neue erwachen.